Warum Diäten dir nicht beim Abnehmen helfen

Warum Diäten dir nicht beim Abnehmen helfen

Wenn der Strandurlaub bevorsteht oder du für einen anderen Anlass schnell Gewicht verlieren möchtest, kommst du bestimmt auf die Idee, es mit einer Diät zu versuchen. Laut Umfragen haben 50 % der Bevölkerung schon einmal eine Diät gemacht; 30 % gaben sogar an, regelmäßig Diäten zu machen.

Auch du hast bestimmt die ein oder andere Diät-Erfahrung. Aber sei ganz ehrlich: Haben Diäten dir wirklich geholfen, schlank zu werden? Konntest du dein Gewicht nach der Diät halten? Oder bist du in die Falle des Jo-Jo-Effekts getappt und hast durch Diäten langfristig sogar zugenommen?

Wir möchten dir erklären, welche Risiken Diäten mit sich bringen und warum wir dir dringend davon abraten. 

Was bedeutet Diät eigentlich?

Bestimmt weißt du bereits, was eine Diät ist. Wir möchten dir trotzdem kurz erklären, was der Begriff ursprünglich bedeutet und wie er heute meistens verwendet wird.

Der Begriff „Diät“ meinte ursprünglich einfach nur „Lebensweise“ oder „Ernährungsweise“. Aus dieser Sicht folgt also jeder Mensch einer „Diät”, nämlich einer bestimmten Art und Weise sich zu ernähren. Mit dieser Definition sind zum Beispiel auch Vegetarismus oder Veganismus eine Diät. Vielen Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, geht es aber nicht ums Abnehmen.

Auch einige Ärzte verwenden das Wort Diät, wenn sie ihren Patienten eine bestimmte Ernährungsweise empfehlen, um zum Beispiel Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu behandeln. Natürlich macht es aber einen großen Unterschied, ob du ärztlich begleitet deine Ernährung umstellst oder auf eigene Faust ein Diät durchführst.

Heute ist mit dem Wort Diät meistens eine sogenannte Reduktionsdiät gemeint. Das Ziel einer solchen Diät ist es abzunehmen. Dafür gibt es verschiedene Herangehensweisen, die teilweise auch kombiniert werden.

  • Verzicht auf bestimmte Lebensmittel (z.B. Süßigkeiten, Chips) oder Verzicht auf ganze Makronährstoffe (z.B. Kohlenhydrate, Fette)
  • Einschränkung der Menge der Lebensmittel (z.B. nur 80 g Nudeln pro Portion oder immer nur die Hälfte der bisherigen Menge)
  • Einschränkung der Essenszeit (z.B. nicht mehr nach 18 Uhr essen, morgens oder abends Intervallfasten)
  • Trennung der Makronährstoffe innerhalb einer Mahlzeit (z.B. keine Kohlenhydrate mit Eiweiß zusammen essen)

Viele Diäten versprechen dir, auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu basieren. In Wahrheit beruhen aber alle Diäten auf dem gleichen Wirkmechanismus. Das oberste Ziel von Diäten ist immer die Kalorienreduktion.

Egal, ob du bestimmte Lebensmittel weglässt oder ganze Mahlzeiten, du wirst weniger Kalorien essen als vorher. Deshalb macht es ganz grundsätzlich keinen Unterschied, welche Diät du zum Abnehmen machst. 

Hier sind einige Beispiele für Diäten, die häufig gemacht werden:

  • Low Carb
  • Low Fat
  • Friss die Hälfte (FDH)
  • Weight Watchers
  • Schlank im Schlaf
  • Glyx-Diät
  • Intervallfasten
  • Keto-Diät
  • Kohlsuppendiät
  • Formula-Diäten, bei denen Mahlzeiten durch Shakes ersetzt werden

Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied: Einige dieser Diäten kannst du auch als langfristige Ernährungsformen durchführen, bei denen du nicht drastisch deine Kalorienzufuhr reduzierst. Problematisch sind insbesondere sogenannte Crash-Diäten, bei denen du nur noch sehr wenig isst.

Vielleicht fühlst du dich mit weniger Kohlenhydraten wohl, isst dazu genug Eiweiß und Fett und isst insgesamt nicht zu wenig (zum Abnehmen über deinem Grundumsatz, aber unter deinem Gesamtumsatz). Wenn du dich fit und energiegeladen fühlst, dann ist das für dich eine passende Ernährungsform. Wenn du aber mit Low Carb ständig Hunger hast, insgesamt viel zu wenig isst und dich schlapp fühlst, dann machst du eine Diät. 

Genau das ist das Problem. Diäten, bei denen du wenig isst und dich stark einschränkst, sind nicht gut zum Abnehmen geeignet. Wir erklären dir im folgenden Abschnitt warum.

Vorher kannst du noch anhand unserer Kriterien überprüfen, ob du schon mal eine Diät gemacht hast oder dich sogar gerade in einer Diät befindest. Eine Diät erkennst du unter anderem an folgenden Punkten:

  • Du reduzierst deine Kalorienzufuhr sehr stark, vielleicht sogar bis unter deinen Grundumsatz.
  • Du verzichtest auf viele Lebensmittel oder ganze Lebensmittelgruppen.
  • Du hast oft Hunger, darfst aber aufgrund der Diätvorschriften nicht essen.
  • Du nimmst anfangs Gewicht ab, nach einiger Zeit kommt es aber zu einem Stillstand.
  • Nach der Diät nimmst du das verlorene Gewicht wieder zu und wiegst meistens sogar noch mehr als vorher (Jo-Jo-Effekt).
  • Die Diät ist nur für eine bestimmte Zeit geplant (zum Beispiel 14 oder 30 Tage). Du kannst diese Ernährungsform nicht langfristig durchhalten.

Warum wir dir von Diäten abraten

Wenn es die perfekte Diät gäbe, müssten dann nicht alle Menschen problemlos abnehmen und ihr Gewicht halten können? Eine solche Diät hätte sich doch längst herumgesprochen?

Leider ist das Gegenteil der Fall. Es gibt unzählige Diäten, aber keine davon hilft dabei, langfristig Gewicht zu verlieren. Stattdessen führen Diäten zum Jo-Jo-Effekt, sodass du nach der Diät nicht nur das verlorene Gewicht wieder zunimmst, sondern sogar darüber hinaus.

Besonders gefährlich sind Crash-Diäten, bei denen die Kalorienzufuhr drastisch reduziert wird. Wir erklären dir im Folgenden, welche negativen Auswirkungen Diäten haben. 

Körperliche Folgen einer Diät

Das größte Problem bei Diäten ist die starke Kalorienreduktion. Dein Körper benötigt eine gewisse Menge an Kalorien, um aktiv und gesund zu sein. Wenn du über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder sogar Monaten zu wenig Kalorien isst, kommt es zu gesundheitlichen Folgen. 

Schon nach wenigen Wochen leidest du unter Vitamin- und Mineralstoffmangel, da du nicht genug Nährstoffe zu dir nimmst. Besonders gefährlich sind stark einseitige Diäten wie zum Beispiel die Kohlsuppen-Diät.

Dadurch, dass du nur bestimmte Lebensmittel isst und unzählige andere Lebensmittel weglässt, wird dein Körper nicht mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt. Einige kohlenhydratarme Diäten verbieten bestimmte Obst- und Gemüsesorten, auch dadurch riskierst du einen Nährstoffmangel.

Ein Nährstoffmangel kann sich unterschiedlich bemerkbar machen; häufig wirst du unter Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Kopfschmerzen leiden. Außerdem kannst du an trockener Haut, brüchigen Haaren und Nägeln Mangelerscheinungen feststellen. 

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Das zweite große Problem bei einer starken Kalorienreduktion ist der Abbau deiner Muskeln. Je weniger Kalorien du zu dir nimmst, desto weniger Eiweiß isst du. Beim Abnehmen ist es entscheidend, dass du Fett verlierst und nicht wertvolle Muskelmasse.

Wenn dein Körper jedoch nicht genug Eiweiß zum Schutz deiner Muskeln bekommt, baut er Muskulatur ab. Auch aus diesem Grund solltest du genügend Kalorien und vor allem genügend Eiweiß zu dir nehmen. Dem Muskelabbau kannst du übrigens auch mit Bewegung und Sport entgegenwirken.

In der Diät gerät dein Körper in den sogenannten Hungerstoffwechsel. Im Hungerstoffwechsel reduziert dein Körper die Produktion bestimmter Hormone und fährt wichtige Vorgänge herunter. Als Folge davon wirst du antriebslos und bewegst dich weniger, wodurch dein Stoffwechsel noch weiter herunterfährt - ein Teufelskreis. 

Diesen Teufelskreis kannst du durchbrechen, indem du nach und nach wieder mehr Kalorien zu dir nimmst und so deinen Stoffwechsel wieder ankurbelst

Psychische Folgen einer Diät

Diäten haben nicht nur körperlich negative Folgen für dich, sondern auch psychisch. Bestimmt fällt es dir schwer, auf leckere Lebensmittel zu verzichten. Solche Verbote kannst du nicht lange durchhalten. Eine Diät kann deshalb schnell zu schlechter Laune führen. 

Wir Menschen neigen dazu, seltene Dinge als besonders wertvoll anzusehen. So wird es dir auch mit den verbotenen Lebensmitteln gehen. Deine Gedanken kreisen um Schokolade, Chips oder Gummibärchen. Oder du sehnst dich nach Nudeln oder Brot, wenn du dir Kohlenhydrate verbietest. Spätestens nach der Diät läufst du Gefahr, diese Lebensmittel dann in zu großen Mengen zu essen. 

Eine zu geringe Kalorienzufuhr wirkt sich nicht nur auf deinen Körper, sondern auch auf dein Gehirn aus. Zum Denken benötigt dein Gehirn Energie, ebenso wie dein gesamter Körper Energie benötigt, um lebenswichtige Vorgänge aufrecht zu erhalten. Wenn du zu wenig isst, kannst du dich schlechter konzentrieren.

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Soziale Folgen einer Diät

Eine Diät belastet nicht nur dich selbst, sondern auch dein Umfeld. Du kannst nicht mehr problemlos bei deiner Familie essen oder mit Freunden ins Restaurant gehen. Wenn du Kalorien zählst, bist du verunsichert, wie viele Kalorien du für eine Mahlzeit berechnen sollst, die du auswärts isst. Oder du findest auf der Speisekarte kein Gericht, das zu deiner Diät passt. 

Vielleicht ziehst du dich sogar von Freunden und Familie zurück, weil du es leid bist, jedes Mal Essen ablehnen zu müssen, das dir angeboten wird. 

Wie du ohne Diät abnehmen kannst

Wenn du gesund und langfristig abnehmen möchtest, versprich dir selbst, keine Diäten mehr zu machen. Auch wenn du Werbung für eine neue Diät siehst oder dir Menschen von einer Diät erzählen, mit der sie erfolgreich abgenommen haben, solltest du sehr skeptisch sein.

Du hast in diesem Artikel gelernt, warum eine Diät nicht funktioniert und dass sie sogar schädlich für dich sein kann. Du gefährdest damit deine körperliche und psychische Gesundheit. Ein langfristiger Abnehmerfolg wird sich auch nicht einstellen; durch den Jo-Jo-Effekt kann sogar das Gegenteil passieren.

Jetzt fragst du dich bestimmt, welche Alternativen du zu Diäten hast? Wir geben dir einen kurzen Überblick. Mehr Informationen findest du in den unten verlinkten Artikeln.

  • Mache dir bewusst, dass Abnehmen ein langer Prozess ist. Du solltest nicht versuchen, möglichst schnell möglichst viel Gewicht zu verlieren.
  • Iss nicht zu wenig und achte besonders auf eine hohe Eiweißzufuhr zum Muskelschutz. Als idealen Protein-Boost für deine Ernährung empfehlen wir unser leckeres Floraprotein.
  • Iss hauptsächlich unverarbeitete Lebensmittel, vor allem solche, die viele Ballaststoffe enthalten. Sie halten dich länger satt.
  • Außerdem ist es wichtig, dass du neben der Ernährung auch andere Faktoren deiner Lebensweise beachtest. Besonders wichtig sind ausreichend Bewegung und Sport, um deinen Stoffwechsel anzukurbeln. 
  • Unterschätze nicht die positive Wirkung, die dein Hormonhaushalt haben kann. Du kannst deine Abnahme unterstützen, indem du Stress reduzierst und ausreichend schläfst.

 

In unseren anderen Artikeln haben wir viele Abnehmtipps für dich gesammelt. Hier findest du eine Übersicht:

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Diäten sind nicht gut geeignet, um gesund und langfristig abzunehmen.
  • Besonders schädlich sind Crash-Diäten, bei denen du sehr wenig isst und einseitige Diäten, bei denen nur noch wenige Lebensmittel gegessen werden dürfen.
  • Dadurch, dass du zu wenig isst, riskierst du Nährstoffmängel und Muskelabbau.
  • Auch psychisch und sozial können Diäten dich belasten, da es schwierig ist, sich leckeres Essen ständig zu verbieten.
  • Nach der Diät wartet der Jo-Jo-Effekt auf dich und du nimmst mehr zu als du abgenommen hast.
  • Um dauerhaft schlank zu werden, ist eine langfristige Umstellung deiner Ernährung und Lebensweise notwendig.
  • Es geht vor allem darum, deinen eingeschlafenen Stoffwechsel anzukurbeln. Das schaffst du, indem du nicht zu wenig isst und dich viel bewegst.

Du kannst deinen Stoffwechsel außerdem mit bestimmten Pflanzenstoffen anregen, zum Beispiel mit Grüntee-Extrakt. In unserer Stoffwechsel-Formel sind 4 wertvolle natürliche Stoffe enthalten, die deine Abnahme unterstützen.

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